Allgem. Fragen
Allgemeine Fragen- Worin liegt der Unterschied zwischen Rapsöl und Biodiesel?
- Ist es erlaubt, Pflanzenöl zu fahren?
- Was besagt die Vornorm DIN 51605?
- Was ist der Unterschied zwischen kaltgepressten und vollraffinierten Rapsöl?
- Was bedeutet BTL?
- Ist Rapsöl wassergefährdend?
- Was sollte bei Kauf von Rapsöl beachtet werden?
- Was versteht man unter Biokraftstoffe der 1. bzw. der 2. Generation?
Allgemeine Fragen
Frage: Worin liegt der Unterschied zwischen Rapsöl und Biodiesel?
Rapsöl ist naturbelassen und wird durch das Auspressen von Rapskörnern gewonnen.
Biodiesel oder RME (Rapsmethylester) wird hingegen erst durch einen aufwändigen chemischen Prozess (Veresterung) gewonnnen, der einen sehr hohen Energieeinsatz verursacht.
Außerdem ist Rapsöl als nicht gefährdend eingestuft. Biodiesel hingegen gilt als schwach wassergefährdend.
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Frage: Ist es erlaubt, Pflanzenöl zu fahren?
In der StVZO § 19 - 24 Ergänzung ist das "Fortbestehen der Betriebserlaubnis mit Rapsöl oder Rapsölmethylester" definiert. Eine rechtliche Handhabe, den Betrieb von Kraftfahrzeugen mit Pflanzenöle zu untersagen, gibt es also nicht.
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Frage: Was besagt die Vornorm DIN 51605?
Die Vornorm DIN 51605 regelt die Eigenschaften und Grenzwerte mit den anzuwendenden Prüfverfahren von Rapsölkraftstoff, die mindestens für den reibungslosen Einsatz in pflanzenöltauglichen Motoren erfüllt werden müssen. Die meisten Anbieter von Motorenumrüstungen auf Pflanzenölbetrieb schreiben die Verwendung von Rapsölkraftstoff gemäß DIN 51605 vor. Die komplette Vornorm DIN 51605 kann beim Beuth-Verlag, Berlin bezogen werden. Eine Übersicht der wichtigsten Kriterien finden Sie aber auch hier.
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Frage: Was ist der Unterschied zwischen kaltgepressten und vollraffinierten Rapsöl?
Der wesentliche Unterschied liegt in der Gewinnung des Kraftstoffes. Beide Varianten eignen sich für den Einsatz als Kraftstoff und erfüllen bei entsprechender Qualitätssicherung in Herstellung und Lagerung der DIN 51606.
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Frage: Was bedeutet BTL?
BTL ist die Abkürzung für Biomass-To-Liquid. Hier wird Biomasse in einem aufwändigen und komplexen chemischen Prozess, zu synthetischen Kraftstoff verflüssigt, dessen Eigenschaften den jeweiligen Anforderungen angepasst werden können. BTL-Kraftstoffe werden auch Biokraftstoffe der 2. Generation genannt.
Der enorme Vorteil dieses Verfahrens ist die Möglichkeit, die komplette Pflanze und nicht nur die Frucht in Energie umwandeln zu können. Außedem eignen sich als Rohstoff z.B. auch Stroh, Holz, Chinaschilff usw.
BTL-Kraftstoffe sind derzeit am Markt noch nicht verfügbar, gelten aber als großer Hoffnungsträger, mittelfristig einen großen Anteil der fossilen Kraftstoffe ersetzen zu können.
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Frage: Ist Rapsöl wassergefährdend?
Nein. Rapsöl ist in Reinform weder ein Gefahrgut, noch wassergefährdend. Es gibt keine speziellen Auflagen bei der Lagerung von Rapsöl.
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Frage: Was sollte bei Kauf von Rapsöl beachtet werden?
Beim Bezug von Rapsölkraftstoff sollten folgende Punkte/Parameter beachten werden:
- Rapsölkraftstoff-Qualität gemäß Vornorm DIN 51605
- Auf dem Lieferschein sollte ein Hinweis auf die Verwendung als Kraftstoff enthalten sein (z.B. "Rapsölkraftstoff nach Vornorm DIN 51605")
- Rückstellproben des Rapsölkraftstoffs nehmen (mindestens 1 Liter) und im Kühlschrank für eventuelle spätere Analysen aufbewahren
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Frage: Was versteht man unter Biokraftstoffe der 1. bzw. der 2. Generation?
Biokraftstoffe der 1. Generation werden direkt aus Erntegütern wie Raps, Weizen, Zuckerrüben gewonnen und sind bereits heute verfügbar. Darunter fallen Rapsöl, RME (Raps-Methyl-Ester) oder auch Biodiesel genannt und auch Bioethanol.
Zwar haben diese Kraftstoffe keinen relativ geringen Hektarertrag, verbrauchen bei der Herstellung aber kaum Energie und sind bereits heute verfügbar.
Biokraftstoffe der 2. Generation werden aus Nebenprodukte der Landwirtschaft wie Stroh, Holz- und Ernteabfälle und speziell dafür geeignete Energiepflanzen gewonnen. Sie werden auch als synthetische Kraftstoffe bezeichnet und können der Motorentechnik angepasst werden.
Ein weiterer Vorteil ist der sehr hohe Literertrag pro Hektar, da die gesamte Pflanze für die Kraftstoffproduktion verwendet werden kann.
Der Nachteil liegt in dem sehr teueren und aufwändigen Verfahren, das einen sehr hohen Energieeinsatz nötig macht und das nur in zentralen Großanlagen durchgeführt werden kann.
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